CMD als mögliche Ursache von ADHS

Sobald ein Kind aufgrund seiner dauerhaften inneren Unruhe auffällt, steht der Verdacht Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung im Raum. Die als ADHS bekannte Störung wirkt sich auf Verhalten und Emotionen der Patienten aus.

Häufig wird ein Psychotherapeut aufgesucht, der das Problem lindern soll. In den meisten Fällen wird den Eltern ein Mustertagesablauf mit auf den Weg gegeben. Zusätzlich erhalten Betroffene eine Unterstützung durch Medikamente. Diese können zu starken Nebenwirkungen führen. Ein Fakt, der vom unbedingten Willen der Bekämpfung der Symptome wegführt und nach der Ursache der ADHS sucht. Bislang nahmen Wissenschaftler gewisse Faktoren an, die den Ausbruch der ADHS begünstigen. Dazu zählen die genetische Disposition, die während der Schwangerschaft konsumierten Schadstoffe und das soziale Umfeld des Kindes. Mittlerweile gibt es neuere Forschungsergebnisse, die bei der Frage der Entstehung der ADHS in Richtung der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) gehen. Der folgende Artikel befasst sich mit den Zusammenhängen von ADHS und CMD.

Die Craniomandibuläre Dysfunktion als Auslöser der ADHS

Wenn die Funktionalität gewisser Bereiche des kindlichen Körpers beeinträchtigt ist oder der Bewegungsablauf asymmetrisch verläuft, sollte das Kind auf eine Craniomandibuläre Dysfunktion getestet werden. Diese Störung entsteht durch Kieferfehlstellungen oder Aufbissbeschwerden und der daraus resultierenden Fehlhaltung. Zahlreiche Symptome können die Folge sein und das Leben der Patienten im Kindes- und Erwachsenenalter beeinträchtigen. Eines dieser Symptome stellt die innere Unruhe dar. Diese macht sich äußerlich in Form eines erhöhten Bewegungsdranges bemerkbar. Ein Bild, das Angehörigen eines ADHS-Patienten durchaus bekannt ist. Im Laufe der Zeit kommt es zur Chronifizierung, die zu Schäden innerhalb der Halswirbelsäule führen kann. Viele ADHS-Patienten weisen derartige Schäden auf, weswegen Forschungsergebnisse einen Zusammenhang zwischen ADHS und Schäden der Halswirbelsäule feststellen konnten. Dieser Fakt führt unmittelbar zur Craniomandibulären Dysfunktion zurück und rückt diese in den Fokus bezüglich der Ursache des volkstümlich bekannten ‚Zappelphilipp-Syndroms‘.

Wie Physiotherapie bei der Bewältigung der Schwierigkeiten helfen kann

Innerhalb der Physiotherapie erlernen Betroffene Techniken zur Koordination der Mundöffnungsbewegung. Auf diese Weise werden Kieferfehlstellungen ohne einen chirurgischen Eingriff behoben. Da das Tragen einer Zahnspange häufig zu Schmerzen führt, kann auch hier die Physiotherapie Abhilfe schaffen. Bei der Craniomandibulären Dysfunktion wird die aufsteigende von der absteigenden Kette unterschieden. Die aufsteigende Kette ist durch Abweichungen der Wirbelsäule gekennzeichnet. Diese gehen zunächst auf die Halswirbelsäule über. Daraufhin wirken sie sich auf den Kiefer aus. Bei der absteigenden Kette befindet sich die Ursache im Innenraum des Mundes. Eine zu hohe Zahnfüllung oder Krone kann zu Aufbissbeschwerden führen.

Nach einer Weile ändert sich die Bisslage, sodass es zu Schmerzen im Bereich des Kopfes kommt. Diese weiten sich auf Nacken und Schulter aus und erreichen letztendlich die Wirbelsäule. Die Physiotherapie kennt vielfältige Möglichkeiten, um derartige Beschwerden zu lindern. Ein weit verbreitetes Therapieangebot – im Zusammenhang mit der Behandlung der CMD – stellt die Physiotherapie dar. Diese hilft bei der Verringerung und Beseitigung diverser Blockaden, welche wiederkehrende Symptome zur Folge haben. Die folgenden Verfahren stellen Begleitangebote der Physiotherapeuten dar: Therapie der Wirbelsäule mit Schulung der Haltung, Massage zur lokalen Entlastung von Nacken und Schulter, Craniosacrale Therapie mit dem Ziel der Korrektur etwaiger Verschiebungen innerhalb der Halswirbelsäule, Fußreflexzonenmassage für die Entlastung in Mitleidenschaft gezogener innerer Organe, Medi-Taping und Fango bzw. Heißluft, die den Schulter- und Nackenbereich entlastet. Wer über einen längeren Zeitraum vom umfangreichen physiotherapeutischen Angebot Gebrauch macht, kann mit stetigen Verbesserungen und einer Linderung seiner individuellen Schmerzproblematik rechnen.

Dafür sind vorab einige Untersuchungen wichtig. Diese sollten ein Röntgenbild der Wirbelsäule einschließen. Auf einem Röntgenbild kann das Ausmaß von Haltungsschäden sichtbar gemacht werden. Weiterhin können Blutgefäße erkannt werden, deren Funktion durch die veränderte Haltung beeinträchtigt wird. Langfristig geht der Physiotherapeut auf die Stellung des Kiefers ein und bekämpft somit die Ursache der Problematik. Ein Fakt, der auch für ADHS-Patienten von Bedeutung ist..

Craniomandibuläre Dysfunktion: CMD als mögliche Ursache von ADHS
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