Effektive Selbsthilfe zur Unterstützung der CMD-Therapie

Wurde bei Ihnen eine Craniomandibuläre Dysfunktion diagnostiziert, hilft nicht nur die vom Arzt verschriebene Therapie. Vielmehr können Sie auf zahlreiche Arten Selbsthilfe betreiben und den Krankheitsverlauf dadurch positiv gestalten sowie Schmerzen reduzieren. Dabei helfen oft schon kleine Verhaltensänderungen im Alltag, um besser mit der Krankheit zurechtzukommen.

Ausgewogene Ernährung unterstützt den Körper bei CMD

Stress beeinträchtigt den Körper nicht nur auf psychischer, sondern auch auf physiologischer Ebene. Dementsprechend leiden die Kiefermuskulatur und umliegende Organe wie Augen oder Ohren im Laufe der CMD unterzunehmenden stressbedingten Einschränkungen, die beispielsweise zu Schwindel oder Tinnitus führen können. Nicht jede Craniomandibuläre Dysfunktion weist solche Komplikationen auf, trotzdem ist es sinnvoll, ihnen mit Selbsthilfe vorzubeugen. Die gestressten Zellen haben einen erhöhten Nährstoffbedarf, den Sie am besten mit frischer Kost aus viel Obst und Gemüse decken. Unter Umständen können bestimmte Nährstoffmängel auftreten, die die Beschwerden durch die Craniomandibuläre Dysfunktion noch verschlimmern.

So ist Magnesium beispielsweise wichtig für die Muskelentspannung und ein Mangel führt unter anderem zu Muskelkrämpfen und -verspannungen, die die CMD verschlimmern. Allerdings sollten Sie Nahrungsergänzungsmittel nicht auf Verdacht als Selbsthilfe einnehmen. Fragen Sie am besten Ihren Arzt, ob ein Nährstoffmangel vorliegen könnte und lassen Sie dies durch eine Blutuntersuchung bestätigen. Sonst kann die gut gemeint Selbsthilfe die CMD sogar noch schlimmer machen.

Selbsthilfe: Die Kiefermuskulatur schonen und entspannen

Die Schmerzen bei CMD entstehen vor allem durch eine verkrampfte Kiefermuskulatur oder eine Entzündung des Gelenks. Beides sind typische Anzeichen einer Überlastung. Dementsprechend ist es in der Regel sinnvoll, den betroffenen Bereich zu entlasten. Dazu gehört, eher weiche als harte oder zähe Nahrung, die man viel kauen muss, zu essen. Auch Kaugummi zu kauen oder viel zu sprechen sollten Sie in einer akuten Schmerzphasen eher meiden. Probieren Sie stattdessen Wärme oder Kälte aus und wenden Sie das an, was Ihre Schmerzen durch die Craniomandibuläre Dysfunktion effektiv lindert.

Auch ein leichtes Massieren des Kieferbereichs kann eine wirksame Selbsthilfe bei CMD sein. Haben Sie viel Stress und sind deswegen insgesamt angespannt, können Entspannungsübungen, beispielsweise progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training, helfen. Diese benötigen jedoch in der Regel einige Zeit, bis sie ausreichend erlernt wurden und die entsprechenden Effekte vorweisen. Trotzdem sind sie langfristig eine effektive Selbsthilfe bei CMD oder anderen stressbedingten Erkrankungen.

Auch regelmäßige Bewegung ist eine einfache Selbsthilfe, sorgt für Entspannung und kann die Symptome der CMD dadurch lindern. Hier reicht schon schnelles Spazieren gehen, um erste Effekte zu erreichen. Weitere Lockerungsübungen, um die Schmerzen durch Ihre Craniomandibuläre Dysfunktion in Selbsthilfe zu lindern bekommen Sie in einer qualifizierten Physiotherapiepraxis.

All diese Maßnahmen zur Selbsthilfe bei CMD können Sie auch ohne ärztlichen Rat durchführen, langfristig ist eine fundierte Diagnose und Therapie, zum Beispiel mittels einer Aufbissschiene, jedoch unumgänglich.